2013 – Klassikerautor Stendhal zum 230. Geburtstag

Am 23. Januar jährt sich Stendhals Geburtstag zum 230. Mal. Geboren wurde der Franzose am 23. Januar 1783 in Grenoble und lebte bis zu seinem Tod am 23. März 1842 in Paris. Dieser großartige französische Schriftsteller muss auch 2013 noch ausgiebig gewürdigt werden. Er war zu seiner Zeit nicht nur als Offizier Teil der französischen Armee Napoleons, sondern vor allem aufgrund seiner Werke wichtiger Autor seiner Zeit und gilt auch heute noch als Klassiker. Seine literarische Karriere begann er vorwiegend mit Biographien, Reiseberichten und historischen Werken. Bekannt ist er etwa für seine Biographie über „Napoleon Bonaparte“. Sicherlich ist Stendhal aber vor allem durch sein bekanntestes Werk „Rot und Schwarz“ berühmt, das 1830, nur wenige Monate nach der Juli Revolution von 1830, veröffentlicht wurde. Stendhal erzählt in seinem Buch die dramatische Geschichte des jungen ambitionierten Provinzlers Julien Sorel, dem es trotz seines Ehrgeizes und seiner Talente nicht gelingt, General (rot) oder Bischof (schwarz) zu werden und stattdessen nur zum Geliebten zweier Adliger avanciert und schlussendlich einen Heldentod auf dem Schafott stirbt. Zu Lebzeiten wurde Stendhal aufgrund seiner politischen Ansichten, satirischer Zeichnungen und wegen angeblicher Unmoral und Ernüchterung in seinen Texten immer wieder zur Zielscheibe von Kritik. Heute jedoch ist klar, dass Stendhal einen Helden geschaffen hat, wie ihn nur die Literatur hervorbringen kann. „Rot und Schwarz“ und auch unbekanntere Werke von Stendhal sind in der Reihe TREDITION CLASSICS wieder in gedruckter Form als Paperback und Hardcover erhältlich.

Gedrucktes Buch versus Digitales Lesen – eine Lesermeinung

Seit einiger Zeit geht in der Verlagswelt ein Gespenst um. Immer wieder gibt es hitzige Diskussionen, wie die Zukunft des Buches denn nun aussehen wird. Werden gedruckte Bücher weiterhin gelesen oder ersetzt das digitale Buch irgendwann das Papier, fragen sich viele. Verfechter des gedruckten Buches loben die haptische Erfahrung des Lesens eines Titels, den sie in den Händen halten können, während moderne Vertreter digitalen Fortschritts die neuen Möglichkeiten von e-Books hervorheben. Darunter fallen Zusatzfunktionen wie Wörterbuch- und Suchfunktion, die handliche Aufbewahrung vieler Bücher in einem Gadget usw. Die deutsche Buchwelt ist – anders als die Buchbranche in den USA – wenig technikverliebt und eher traditionell eingestellt, dennoch tut sich so einiges selbst in einer so fortschrittskritischen Branche. Selbst deutsche Verleger sind inzwischen auf das digitale Lesen von e-Books via E-Reader und Tablets gekommen. Doch niemand weiß wirklich, wie die Zukunft des Buches aussehen wird. Natürlich schüren die Veränderungen in der Branche auch Ängste, wie etwa, dass der Online-Buchhandel das stationäre Sortiment immer weiter verdrängt. Doch gilt der einzige Weg, in Zukunft zweigleisig zu fahren. Denn gedruckte Bücher werden nach wie vor bevorzugt gelesen, wenn es um schöne Romane im belletristischen Format, Reise- oder Bildbände oder etwa Buchgeschenke geht. Digitales Lesen jedoch hält, wenn man sich darauf einlässt, ebenso viele neue Möglichkeiten für eine traditionelle Branche und eine neue Herangehensweise an das Lesen bereit.